GBE siegt bei der OMO 2009

Bei der diesjährigen Osnabrücker Mathematik- Olympiade konnte das GBE in der Altersstufe der Klassen 7-10 heute den ersten und dritten Platz belegen. 

Die Osnabrücker Mathematik- Olympiade (OMO), die in diesem Mal zum 14. Mal ausgetragen wurde, ist ein Gruppenwettbewerb für Teams aus Mittelstufenschülerinnen und -schülern der Gymnasien in Stadt und Landkreis Osnabrück, die Spaß an Mathematik und verzwickten Knobeleien haben. 



Die Schulen können bis zu drei Vierer- Teams aus den Jahrgängen 5/6 bzw. 7-10 benennen, die im Wettstreit gegeneinander antreten. Der Umstand, dass es sich bei der OMO um einen Mannschaftswettbewerb handelt, unterscheidet diese Veranstaltung von der Deutschen Mathematik- Olympiade, an deren Landesrunde (MO-NI) Schüler(innen) des GBE im Februar so erfolgreich teilgenommen haben.
Darüber hinaus müssen sich die OMO- Teilnehmer der Jahrgänge 5/6 in einer zweiten Runde getreu dem Motto „Mens sana in corpore sano“ auch sportlich messen, wobei die sportlichen Leistungen zu einem kleinen Teil in die Gesamtbewertung einfließen.
Bei der Auswahl geeigneter Teilnehmer waren für die Mathematiklehrer also neben den mathematischen Leistungen u.a. auch Team- oder Mannschaftsaspekte und ggf. sportliche Fähigkeiten zu berücksichtigen. So entstand zunächst ein „erweiterter Kader“, wie man das im Sport nennen würde, geeigneter Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 – 10 aus, die sich zu Vorbereitungsrunden unter der Leitung von Frau Frenzel zusammen fanden. Am Ende bildeten sich dann die drei Teams heraus, die das GBE in Osnabrück – Ausrichter war in diesem Jahr die Ursulaschule - vertreten sollten. Dabei setzten sich alle Mannschaften aus Schülern unterschiedlicher Klassen und Jahrgänge zusammen, wichtig einerseits unter dem Aspekt der Teamfähigkeit, andererseits aber auch, um Erfahrungen von Jahrgang zu Jahrgang für die nächsten Jahre weiter zu geben. Natürlich wären gerne wären auch noch mehr Schüler des GBE zur OMO gefahren, doch die Zahlenbegrenzung des OMO- Reglement lässt das nicht zu.

Nach Anreise und Stärkung an einem gesponsorten Nudelgericht begann für die Teams der Ernst. Drei bzw. vier Aufgaben, je nach Klassenstufe, waren in einer ersten Runde in 60 bzw. 90 Minuten nicht nur lösen, sondern auch zu Papier bringen. „Die Zeit ist sehr knapp. Dadurch ist das hier viel härter als in Göttingen“, kommentierte Frederick die Anforderungen im Vergleich mit MO-NI im Februar. In der Tat ließen sich die Aufgaben in so einer kurzen Zeit nur bei wirklicher guter Teamarbeit innerhalb der Gruppen bewältigen: Allen drei Teams gelang das aber recht gut. Anschließend ging es für die Mannschaft der Jahrgänge 5/6, bestehend aus Jennifer Grothaus (5F1), Charlotte Herlein (5F2), Lea- Sophie Bauer (6F1) und Michelle Strüber (6FL) zum sportlichen Teil, in dem Können und Geschick gefragt waren. Hier waren unsere GBE- Mädchen die besten aller 21 Mannschaften und so konnten sie sich in der Gesamtwertung sogar noch um einen Platz auf einen hervorragenden fünften Platz verbessern, auch wenn Lea nachher etwas enttäuscht fragte: „Was haben wir denn falsch gemacht?“- Insgeheim hatten ja alle auf noch mehr gehofft, aber nach drei Jahren in Folge, in denen das GBE in dieser Altersgruppe den zweiten Platz errungen hatte, waren dieses Mal doch auch mal wieder andere dran. 
Während sich die „Kleinen“ vom Sport erholten, wurde es für die „Großen“ noch einmal ernst: Beide Mannschaften des GBE erreichten bei 18 teilnehmenden Mannschaften in der ersten Runde einen Platz unter den ersten vier: Dies bedeutete die Qualifikation für die zweite Runde, in der die Lösungen zu zwei Aufgaben nach nur etwa 15-minütiger Vorbereitungszeit in einem Vortrag vor der OMO- Öffentlichkeit präsentiert werden müssen. Das aus Kirsten Sehlmeyer (7F1) , Frederick Hissenkämper (7F2), Kim Kipsieker (8L) und Theresa Reiker (9FL) bestehende Team musste dabei als Vierter der ersten Runde zuerst auf die Bühne. Präsentiert wurde eine weitgehend überzeugende Lösung, die die Jury mit 15 von 20 möglichen Punkten honorierte. Keines der drei anderen Teams konnte anschließend in den Vorträgen an diese Leistung anknüpfen, so dass die Mannschaft am Ende souverän auf Platz 1 landete und unter anderem auch die zweite Bad Essener Mannschaft mit Kira Bühning (7L1), Merle Sehlmeyer (8FL), Stefanie Klene (9FL) und Nils Ehricke (10F1) auf Platz 3 verdrängte, nur einen halben Punkt hinter die Zweitplatzierten aus Bad Iburg. 
Stolz nahmen die Sieger den Wanderpokal in Empfang, der damit zum zweiten Mal nach 2005 für ein Jahr im GBE seinen Platz haben wird. „Bleibt er für immer bei uns, wenn wir dreimal gewinnen?“, fragte Theresa und gab damit eigentlich schon die Devise für 2010 aus.
Das laufende Schuljahr ist mit dem Gewinn der OMO für die Mathematik am GBE ein besonders erfolgreiches, denn schließlich steht neben dem OMO- Pokal im GBE zur Zeit – zum zweiten Mal in Folge - auch der Wanderpokal für die „Beste Schule“ bei MO-NI, bei der das GBE in diesem Jahr – wie an anderer Stelle zu lesen - vier Medaillen und drei weitere hervorragende Platzierungen erringen konnte. 
Dass die Teilnehmer an MO-NI und OMO nur in Teilen identisch sind, zeigt, dass es doch einen breiteren Kreis mathematisch fähiger und interessierter Schüler gibt. Sicher war für unsere Mannschaften die Wettbewerbserfahrung aus der Mathe- Olympiade im Winter von Vorteil, standen doch bei den Siegern neben Frederick und Kirsten (MO-NI- Teilnehmer) zwei weitere Schüler, die seinerzeit die Qualifikation für die Landesrunde nur ganz knapp verpasst hatten und in der anderen Mannschaft der Jahrgänge 7-10 neben der Silbermedaillengewinnerin Kira aus dem Februar noch Merle und Stefanie mit ebenfalls guten Ergebnissen in der MO-NI- Quali und OMO- Erfahrungen der letzten Jahre sowie die Bronzemedaillengewinnerin aus dem Februar Jennifer in der Mannschaft der Jahrgänge 5/6. Die weiteren MO-NI- Teilnehmer mussten jetzt bei OMO anderen engagierten Schülern Platz frei machen, was für jene sicher nicht leicht zu verstehen war, aber – wie auch im Sport – können bei einer Mannschaftsaufstellung nicht immer alle guten „Spieler“ eingesetzt werden.


Nächstes Jahr gibt es bei MO-NI und OMO neue Chancen für diejenigen, die dieses Jahr nicht zum Zuge kamen, und das GBE ist gewillt, die dieses Jahr errungenen Titel und Pokale zu verteidigen.

Eines ist sicher: Allen, ob zweifacher Preisträgerin wie Kira, oder solchen, die Teilnahme oder Preise bei den Wettbewerben letztlich knapp verpasst haben, gebührt Anerkennung für gezeigtes Engagement und erbrachte Leistungen. Alle haben in diesem Jahr bewiesen, dass Mathematik auch Spaß machen kann und dass man große Herausforderungen in einem guten Team bestehen kann.

Die zufriedene Trainerin für die Mathe- Wettbewerbe, Frau Frenzel, der natürlich auch der Dank der Schule für die geleistete Arbeit gebührt, hofft durch diese Erfolge auch auf steigende Begeisterung für ihre Mathe- AG, denn: Mathe macht Spaß und Erfolge mit Mathe erst recht!!

Helmut Baumann

 

 

bearbeitet am 18.5.2008