Politikkurse besuchen Berlin |
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Auch in diesem Jahr fuhren die Politikkurse auf erhöhtem Niveau wieder in die Bundeshauptstadt Berlin – diesmal schon zum 5. Mal. Grund für diese Reise war eine Einladung des Bundestagsabgeordneten Georg Schirmbeck (MdB). In einem Gespräch am 27. Januar 2010 mit dem Abgeordneten erhielten die Schülerinnen und Schüler einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag eines Bundestagsabgeordneten und dessen Aufgaben. Im Vorfeld der Gesprächsstunde konnten die mitgereisten Schüler an einer Plenarsitzung teilnehmen, in der Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Regierungserklärung zur Afghanistanpolitik vortrug. Im Anschluss der Rede sprach der SPD-Vorsitzende Siegmar Gabriel. Für Schüler und Lehrer war es interessant zu sehen wie die Politiker argumentieren und ihre Meinung mit gut durchdachten rhetorischen Mitteln vortrugen. Alle Schüler haben keine Erinnerungen mehr an das zweigeteilte Deutschland und die Verhältnisse in der ehemaligen DDR. Um diesen jungen Schülern einen Einblick in das Staatssystem der DDR zu gewähren, besuchten die Bad Essener Schülerinnen und Schüler mitsamt den Lehrern das ehemalige Gefängnis der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen. Ein ehemaliger Gefangener des Ministeriums für Staatssicherheit schilderte die harten und lange andauernden Verhöre und erklärte authentisch Foltermethoden, Häftlingsschicksale und die Geschichte des Gebäudes. Außerdem gehörte noch der Besuch des Museums für Kommunikation zum Rahmenprogramm des Berlinbesuches, in dem die Schüler alle Stationen vom Beginn bis zur heutigen „modernen“ Kommunikation durchlaufen konnten. Vom Telegraphieren bis hin zur E-Mail, von der Brieftaube bis hin zum Expressbrief wurde alles interessant erklärt und alle waren sich einig, dass die Kommunikation in der heutigen Zeit am einfachsten und schnellsten vonstatten geht. Am Ende der beiden Tage in der Hauptstadt hatten die Schüler Einblicke in die deutsche Geschichte während des geteilten Deutschlands bis hin zu den aktuellen Vorgängen im Deutschen Bundestag bekommen. Matthias Busse |
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