Schüler des GBE wieder bei „Jugend forscht“ erfolgreich 

„Jugend forscht“ ist ein Wettbewerb auf Bundesebene, bei dem Schülerinnen und Schüler an verschiedenen naturwissenschaftlichen Fragestellungen arbeiten. Auf Bezirks- und Landesebene werden jeweils Qualifizierungsrunden durchgeführt. Die Erstplatzierten auf diesen Ebenen gehen dann jeweils in die nächste Runde.

 

So ging es auch diesmal in die Berufsbildenden Schulen in Lingen, wo die diesjährige Bezirksausscheidung für die Wettbewerbe „Schüler experimentieren“ (Altersgruppe bis 14 Jahre) und „Jugend forscht“ (ab 15 Jahre) stattfanden.

Dort wurde von Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen aus Weser-Ems eine Vielzahl von Projekten aus den Bereichen Physik, Chemie, Technik, Geo- und Raumwissenschaften, Biologie und Arbeitswelt vorgestellt, alle in der Hoffnung, einen Preis zu gewinnen.

Entsprechend der Bandbreite der Aufgabenbereiche gab es auch eine große Fülle unterschiedlicher Projekte, die vom Anspruch her teils einfacher gestaltet waren, bis hin zu solchen, die auch einem Studenten in den Anfangssemestern zur Ehre gereicht hätten.

Deshalb war es für die Jury gar nicht so einfach, in jedem Themenfeld die Spreu vom Weizen, d. h., die guten bis sehr guten Projekte von den nicht ganz so guten zu trennen. Trotzdem ist es unserer Meinung nach der Jury gelungen, eine gerechte Auswahl unter den Projekten zu treffen und auch diejeniegen für weitere Arbeiten zu motivieren, die „nur“ eine Anerkennungsurkunde bekamen.

Wir denken, dass allein schon die Teilnahme, die ja echte Forschungsarbeit zur Voraussetzung hat, für jede Schülerin und jeden Schüler eine wertvolle Erfahrung ist und einen großen Lernzuwachs bringt.

Für unsere Teilnahme am Wettbewerb hatten wir eine Reihe von Öfen gebaut, mit denen man Holzkohle herstellen kann. Einige dieser Öfen eignen sich gleichzeitig auch zum Kochen und könnten deshalb in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen. Denn ein großes Problem in diesen Ländern ist es, dass Hunderte von Millionen Familien in ihren Hütten auf offenem Feuer oder in sehr einfachen Öfen kochen, die das Holz nur sehr ineffektiv nutzen und oft sehr viel Rauch erzeugen, der von den Benutzern dann eingeatmet wird. Man schätzt, dass dadurch jeden Tag mehrere Tausend Menschen an den Folgen von Atemwegserkrankungen sterben.

 

Unsere Öfen ergeben dagegen ein raucharmes bis rauchloses Feuer und erzeugen als Neben- oder Hauptprodukt die Holzkohle, die man zur Herstellung der Terra Preta braucht. Da Terra Preta die Bodenfruchtbarkeit deutlich erhöht, könnte der Einsatz solcher Öfen in Entwicklungsländern auch die Ernährungslage der Bevölkerung entscheidend verbessern helfen.   

Offensichtlich hat auch die Jury die Vorteile des Einsatzes von Terra Preta so gesehen, denn unsere Arbeit war ihr einen zweiten Preis wert. Dass es nicht zu einem ersten Platz gelangt hat, lag wohl daran, dass wir aus Zeitmangel in den Wochen vor dem Wettbewerb eine Reihe von Messungen, die insbesondere den Wirkungsgrad der Holzkohleumwandlung und die Eignung verschiedener Holzarten für die Kohleherstellung nicht mehr durchführen konnten.

Angesichts der Tatsache, dass aber auch dritte Preise und Teilnahmeurkunden vergeben wurden, sind wir mit unserem Ergebnis mehr als zufrieden. Wahrscheinlich werden wir im nächsten Jahr wieder an „Jugend forscht“ teilnehmen und es wäre schön, wenn noch mehr Schüler unserer Schule sich im nächsten Jahr für „Jugend forscht“ begeistern könnten. Ideen gibt es mehr als genug und allein schon die herrliche Atmosphäre und Versorgung während des Wettbewerbes lohnen die während der Ausarbeitung entstehenden Mühen.

Wer Interesse hat, meldet sich am Besten bei einem Lehrer oder schreibt uns eine e-mail an:terrapreta@web.de

Torben Brill, Arbeitsgruppe Terra Preta in der AG Energie & Umwelt am Gymnasium Bad Essen

P.S.: Wir haben übrigens auch einen eigenen Internetblog auf dem Du weitere Informationen über das Thema Terra Preta einsehen kannst. Schau doch mal vorbei!

www.terra-preta-nova.blogspot.com

 


geändert am 1. März 2010